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Löwen im Nongorogoro Krater


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Routen

z.B. ab Flughafen Johannesburg , Kapstadt oder Windhoek nach

Unterwegs in der Wüste

Mosambique, Swaziland, Lesotho, Botswana( Zentral Kalahari o. Okawango Delta),  Namibia(Namib - Wüste) oder Süd - Afrika


Touren durchs südliche Afrika

 

Im November 

von Jo´Burg über Swaziland, Süd - Mosambique und die südafrikanische Ostküste nach Durban

oder von Johannesburg nach Windhoek über Magaligali -Pans (Kubu - Island) und Central Kalahari (Deseption - Valley)     

  Entspannung in der Hängematte

Im Dezember 

von  Durban über Lesotho, Botswana (Zentral Kalahari) und Namibia nach Windhoek-

oder ab Windhoek über Gobabis (Harmans Farm), Maun (Moremi oder Chobe Nationalpark), Caprivi - Streifen, Tsodilo oder Aha Hills und Droski Caves.

In der Kalahari  

Im Januar

 ab Windhoek nach Nord - Namibia (Kaokofeld) und Skeleton - Park....

oder von Windhoek nach Pretoria über Gobabis (Harmans - Farm), Mabuasebube- und Kalahari - Gemsbok Nationalpark (Botswana) und Kimberly.

  Bei den Himbas im Kaokofelt

Im Februar 

-von Windhoek über Fish River Canyon oder Richtersvelt National Park und die südafrikanische Westküste nach Kapstadt.

Koecherbäume  

Piste im Richtersfelt Nationalpark

Alternativ

November / Dezember 

ab Johannesburg über Northern Drakensberge und Krüger Nationalpark entlang der Grenze zu Zimbabwe durch Mosambique nach Zambia. Dort durch den South Luangwa National Park und den Lower Zambesi National Park nach Lusaka

- mitte Dezember bis mitte Januar 

ab Lusaka in den südosten von Zambia, Kafue National Park, Liuwa Plain National Park und Siona Ngwezi National Park. Weiter alternativ über den Caprivi oder das Okavango Delta bis Windhoek.

 

Kontakt : Wolfgang Käuper

Telefon : 0542/469835

Mobil : 0160/92928086

- weitere individuelle Touren nach Absprache bis April  möglich

 

Ein Sonnenuntergang in Afrika


Reisebericht 2000


Der Reisebericht kann als reines Textdokument herunter geladen werden. Zum DOWNLOAD


Entlang der afrikanischen Ostküste von Tansania nach Mosambik

.Nach unserer wunderschönen Silvesterfeier in Tiwi, wollten Siggi und ich (meine Wenigkeit: Tini) den Versuch starten, die Küste entlang nach Mosambik zu gelangen.Der Mercedes G Da zuvor noch keiner mit einem Fahrzeug von Tarisania nach Mosambik gekommen ist, entwickelte es sich für uns zu einem einzigartigen Abenteuer. (Auszug aus dem Tagebuch Trans-Afrika-Tour 1999/2000)

Montag, 10. Januar 2000 1 Dar es Salaam 1 Ramadan (Feiertag)

Ramadan geht zu Ende, Feiertag: alle Geschäfte und Botschaften in Dar es Salaam sind geschlossen. Als wir durch die Straßen fahren um diesen Zustand zu überprüfen, fährt Siggi auch noch entgegengesetzt einer Einbahnstraße. Worauf die Polizei uns anhält und 4000 Schilling Strafe fordert. Wir wollen sie nicht bezahlen und lassen uns auf eine Diskussion ein. Da wir nicht in Eile sind, packen wir unsere Gampingstühle aus und setzen uns neben unseren Geländewagen (,,G") an die Hauptstraße. Ich schreibe einige Notizen in mein Tagebuch, um Zeit zu gewinnen. Die Beamten mit Maschinengewehren sind ein wenig verunsichert über diese Situation. Sie rufen uns immer wieder zu einem Gespräch. Jetzt beginnt bereits die Preisverhandlung. Ein Zeichen dafür, dass die Jungs von der Polizei uns doch nur abzocken wollen. Ich erzähle, dass wir nur ein paar Schilling haben und nur in Dar es Salaam sind wegen der deutschen Botschaft und wir im Süden Freunde treffen wollen, die uns Geld geben, weil wir tatsächlich keines mehr besitzen. Alles erfunden, aber es wirkt!!! Es dauerte einige Zeit, bis ich ihre Handbewegung zu deuten weiß und ich sage ungläubig zu Siggi ,Komm, lass uns abhauen". Was wir dann auch schleunigst machen. Da es noch fruh am Tag ist, versuchen wir, weitere Informationen über die Grenze von Mosambik zu bekommen. Das Problem dabei ist, dass es am Grenzfluss Ruvuma Gerüchten zu Folge nur kleine Einbaum-Boote gibt, um Personen zu befördern; keine Fähre, kein Ponton, keine Brücke. Unsere Hoffnung, weiter entlang der Ostküste nach Mosambik zu gelangen, sinkt. Die Informationen eines deutschen Chirurgen, der mit seiner südafrikanischen Frau in einem alten Magirus-Deutz unterwegs ist, können uns ebenfalls nicht ermutigen. Wir lernen sie auf der ,Silver Sand Campsite" kennen. Er berichtet uns, dass am Ruvuma River kein Ubergang möglich ist. Wir erfahren durch ihn, dass zwei Deutsche, die verrückt genug waren, versucht haben, sich ein Floß zu bauen, um die Grenze zu passieren, jedoch dabei gescheitert sind. Aber wer baut sich schon ein Floß, um sein Fahrzeug zu versenken. Wir jedenfalls nicht! So diskutieren wir über Alternativen. Es gibt die Möglichkeit, das Fahrzeug von Lindi oder Matwara in Tansania nach Mocimboa de Praia in Mosambik zu verschiffen. Da kommt dann wieder die finanzielle Seite zum Tragen. Wir entscheiden uns, die Küste von Tansania runter zu fahren, mit der winzigen Chance, doch eine Möglichkeit zu finden. Ansonsten müssten wir die südliche tansanische Grenze entlang über Newala, Masasi, Tunduru durch Ruvuma-Land-Distrikt bis Malawi fahren. Dieser Umweg würde uns eine Menge Zeit und Kilometer kosten.

Dienstag, 11. Januar 2000IRufiji Fluss/Campen im Urwald

Es ist heiß, ca. 380 C und wir stehen im Stau, als wir Dar es Salaam verlassen wollen. Es dauert einige Zeit und dann fahren wir durch ein Industriegebiet. Das heißt, Holzverschläge von Fahrradflickern, Polsterverkäufer und Strände an denen Baumaterialien verkauft werden, welche wir als Europäer mit Bohnenstangen verwechseln würden. Je weiter wir uns von der Stadt entfernen, desto weniger Buden sieht man, bis nur noch Buschland an uns vorbei rauscht. Bis Kibiti ist gutes Vorankommen. Dann fahren wir den linken Abzweig nach Ndundu. Erstlassiger Asphalt. In Ndundu warten wir am Rufiji Fluss auf die Fähre, die gerade anlegt. Doch der zweite LKW mit aufgesatteltem Container schafft es nicht von der Fähre zu fahren, die nur am unbefestigten Flußufer anliegt. Erst nach vier Versuchen und tätiger Hilfe der Zuschauer klappt es dann doch noch. Nach dem wir den Rufiji River überquert haben, fahren wir durch schier unendich weites Sumpfgebiet. Solange es hell ist, sieht man die Menschen von der Feldarbeit heimkommen. Man erkennt die Bauern an ihrem Werkzeug: an der Hacke, welche sie auf dem Kopf tragen. Spätestens dann fragt man sich, wie sie in dem Sumpf den Acker bestellen. Doch viel wichtiger erscheint uns jetzt die Frage, wo wir nächtigen werden. Denn im Dunkeln hat sich der Sumpf zum Urwald gemausert. Der Urwald ist so dicht und undurchdringlich. dass es unmöglich ist, die Piste zu verlassen. Wir finden dann doch noch ein Plätzchen. Es ist ein kleines Kiesloch direkt an der Piste. Wahrscheinlich dient es dazu, Material für den Straßenbau herbei zu schaffen. Die Nacht ist brütend heiß. Wir machen uns die Mühe. in dieser Hitze und Dunkelheit mühselig mit Taschenlampen. Holz für das Lagerfeuer zu suchen. Schweißgebaoet sitzen wir dann vor dem Holzhaufen. Wir zünden ihn aber nicht mehr an, da es zu heiß ist. Wir lauschen nur noch der Geräuschkulisse des Urwaldes: Grillen, Frösche, Affen, deren Geschrei gelegentlich durch einen vorbei donnernden LKW unterbrochen wird, bis man einschläft.

Mittwoch, 12. Januar 2000 1 Kilwa Kivinje 1 Masoko

Es geht weiter durch wunderschönen Urwald, vorbei an Mangohainen mit Palmen und Baobabs. Dieses Land ist traumhaft schön! Nur die Piste ist die Hölle und nur zur Trokkenzeit befahrbar. Zu dieser Jahreszeit sind die Mangos reif. Darum ist unter jedem dieser prachtvollen, Schatten spendenden Bäume, ein kleiner temporärer VerKaufs-stand notdürftig hergerichtet, an dem einneimische Familien die heruntergefallenen Mangos in kleinen aus Palmblätter geflochtenen Körbchen an vorbei kommende LKW-Fahrer verkaufen. In Kilwa Mosoko fahren wir an den Strand, weil wir im Hafen erfahren haben, dass wir dort campieren können. Es ist ein weißer Sandstrand mit spielenden, unbekleideten, schwarzen Kindern, die im türkisfarbenem Meer baden. Mit Fischern, die heimkehren und die große Fische im Sand enthäuten und den Frauen, immer in leuchtend bunte Tücher gewickelt, mit einer Plastikschüssel auf dem Kopf, um darin den Fang ins Dorf zu tragen. Wir gehen auch unserem Alltag nach. Das heißt, Breonmaterialien für das Lagerfeuer suchen, welches hier aus Strandgut und Kokosnussfasern besteht. Als es dunkel geworden ist, sind auch die letzten Zuschauer, die die nicht alltägliche Attraktion Touristen' bestaunt haben, nach Hause gegangen. Nur ein Einheimischer, der uns nicht von der Seite weicht, sitzt stumm mit uns am Lagerfeuer. Unser Abendessen reicht auch für drei Leute. Doch der junge Mann bleibt weiterhin am Lager sitzen, selbst als wir uns in unser Dachzelt verkriechen. Am nächsten Morgen sitzt er immer noch da, und beobachtet uns stumm. Doch wir verlassen ihn und den schönen Strand.

Donnerstag, 13. Januar 2000 1 Kilwa bis Lindi /(230 Km)

Es geht weiter auf der wunderschönen Hölienpiste. Die Schlaglöcher sind zeitweise so groß, dass wir uns mit dem G darin verstecken könnten. Ich bin müde, es ist heiß, ca. 370 ~ und bewölkt. Wir kommen nur mühsam ca. 230 km weit. 20 km vor Lindi machen wir am Strand Rast und beschließen, zu campieren. Der Platz ist traumhaft schön. Nur ein paar Fischer sind da, die uns frisch gebratenen Fisch verkaufen. Mangrovenwald mit unzähligen Wasservögeln zur einen Seite und unendlich weiter Strand mit Palmen für uns allein auf der anderen Seite. Ich laufe am Strand entlang in der untergehenden Sonne und sammle faustgroße Tiger-Maurie-Muscheln, die ich vorher nur in Souvenirläden gesehen habe. Wir genießen unser Robinson-CrusoeDasein. Nur Freitag ist hier eine Frau

Freitag, 14. Januar 2000 1 Lindi 1 Matwara 1 Kilambo

Wir essen in Matwara zu Mittag: ,,Omelett gefüllt mit Pommes'. Lecker Beim Essen spekulieren wir über den Grenzfluss. In uns breitet sich eine Ungeduld aus. Wir wollen direkt zum Ruvumu River fahren, um zu sehen, wie die Lage ist. Zuvor hat uns ein Polizist versichert, dass es keine Fähre, kein Ponton, Keine Chance gibt, mit dem Fahrzeug nach Mosambik zu kommen. Er amüsiert sich über unsere Frage und wendet sich kopfschüttelnd wieder seiner Arbeit zu. Nach ca. 100 km stadtauswärts, eröffnet sich uns der Blick auf den Ruvumu River, der hier etwa 300 m breit ist. Im Fluss sind kleine Inseln zu sehen. Auf der gegenüber liegenden Seite ist Mosambik, so nah und doch unerreichbar. Siggi watet mit Einheimischen durch das seichte Flusswasser zu einer dieser Inseln, um Infos zu holen. In der Zwischenzeit beobachte ich, wie Flusspferde im Fluss baden und an mir gemächlich zwei Krokos (Krokodile) vorbei schwimmen. Nun, was soll ich sagen: ,,Siggi lebt!" Ein Junge glaubt, uns helfen zu können und weist uns den Weg, quer Feld ein durch Zuckerrohrfelder zu einem Dorf. Dort warten wir auf den Dorfältesten, der uns vielleicht weiter helfen kann. Mit uns wartet auch das ganze Dorf. Mehr als zwanzig Dorfbewohner stehen um uns herum. Und da es bereits dunkel geworden ist, kann man nicht einmal die Gesichter sehen. Nach gebührender Zeit erscheint dann auch der Dorfälteste, Ismael Mohammed. Wir erzählen ihm von unserem Plan, mit dem G über den Fluß zu kommen. Wir phantasieren gemeinsam, ein Floß zu bauen und versuchen abzuschätzen, wie sich darauf ein 3-Tonnen-Fahrzeug macht. Unsere Idee ist es, zwei Dhauen nebeneinander zu binden und mit einer Plattform zu versehen. Doch alles wirft neue Fragen auf: Woher nehmen wir die Dhauen? Es gibt nur wenige Fischer die eine Dhau besitzen. Kann die Konstruktion den Wagen tragen? Wie bekommen wir das Fahrzeug auf das Boot? Was machen wir mit dem Mast auf dem Boot? Nach langem Hin und Her, meint lsmael, wenn wir nicht in Eile sind, macht er es möglich, zwei Dhauen zu besorgen. Obwohl lsmael einen kompetenten Eindruck macht, halten wir unser gesamtes Vorhaben noch für sehr fraglich. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen in Kilambo an der migration. Dort möchte lsmael erstmal klären, ob die Polizei und der Zoll unsere Ausreise mit dem Fahrzeug erlauben. Für den Abend beschließen wir dann, zum Ruvala Camp zu fahren. Ich las von diesem Camp in einem Reiseführer. Die 35 km von Kilambo nach Msibati, hatten wir unterschätzt. Und als wir dann noch weitere 5 km durch eine Palmenallee fahren, ist es bereits 11 Uhr!

Samstag, 15. Januar 2000 1 Kilambo 1 Ruvala Camp

Wie verabredet, treffen wir uns am Morgen mit lsmael an der Immigration. Formalitäten kein Problem, lsmael verlangt drei Tage, um alle organisatorischen Dinge zu erledigen. Darauf geben wir uns die Hand, wie nach einem altertümlichen Geschäftsabschluss. Dann soll es los gehen. Wir machen uns auf zu unserem Basiscamp Ruvala. Jetzt ist Warten angesagt. Und das tun wir an einem Strand, der für uns alleine ist. Bei unserem belgischen CampBesitzer schnorren wir Diesel, da es nur in Matwara Diesel zu kaufen gibt. Matwara ist zu weit entfernt zum Tanken und unser restlicher Diesel zu wenig, um bis Pemba in Mosambik zu kommen. Wir wissen nicht, wo in Mosambik die erste Möglichkeit zum Tanken ist. 20 Liter bekommen wir. Damit kämen wir mit dem Rest im Tank ca. 300 km weit. Am Abend essen wir mit dem Belgier und dem Camp-Besitzer zu Abend. Gemeinsam diskutieren wir über den Preis, den wir mit lsmael noch aushandeln müssen. Der Vorteil ist, er lebt seit ca. drei Jahren in Ruvala. Seine Frau ist aus Zaire und mit den Gepflogenheiten des Landes vertraut. Sie haben eine Vorstellung über das Preis-LeistungsVerhältnis der Löhne. Wir erfahren, dass in Dar eine Dhau für 80.000,- Schilling (ca. 100 US Dollar) einen Monat lang gemietet wurde. Die erforderlichen Arbeiter hatten pro Tag 6.000,- Schilling erhalten. Wir erwägen für unser Vorhaben ein Limit von 60 US Dollar. Dann werden wir noch vorsorglich in die lokalen Verhandlungstechniken eingeführt. Währenddessen, schmeißen wir immer wieder ein paar Kokosfasern in die Glut, um mit dem Geruch die Moskitos zu vertreiben und trinken auf unser Motto ,Alles wird gut', wobei wir nur noch das Kürzel AWG' benutzen.

Wir brechen früh am Morgen auf nach Kilambo. Auf dem Weg dorthin, lassen wir in Msimbati das Carnet de Passage' stempeln. Wir sind aufgeregt und auf dem Weg dorthin wird ständig das ,,Wenn und ,Aber' unserer Unternehmung heiß diskutiert. Am Customer Office erhalten wir einen Brief für die Immigration. Hier nimmt jeder seinen Job ernst. Denn wir werden beim Verlassen des Dorfes von einem Beamten auf einem Moped angehalten, der überprüft, ob wir den Behördengang auch eingehalten haben. In Kilambo führt unser Weg dann auch zur Immigration. Wir wissen nicht, was uns am Ufer erwarten wird, lassen aber trotzdem unsere Pässe ausstempeln. Auch lassen wir uns von dem eingeweihten Beamten versichern, dass wir im schlimmsten Fall, von ihm ein neues Visa bekommen. Er schüttelt uns die Hand und wünscht uns viel Glück. Wir fahren zum nahe gelegenen Ufer. Die Stunde der Wahrheit oder wie wir immer sagen: ,,AWG". Wir stehen am Flussufer und das Unmögliche ist plötzlich möglich. Zwei Dhauen, je 6 m lang und 2 m breit, wurden längs mit einem dicken Tau und zwei Holzstangen verzurrt. Als Plattform wurden Hölzer angereiht, die mit den uns bekannten Bohnenstangen vergleichbar sind. Die Rampe besteht aus demselben Material. Nun stehen wir da mit offenem Mund vor Staunen. Haben wir wirklich den Mumm, auf die Boote zu fahren, mit der Gefahr, dass die beiden Boote auseinander treiben, die Rampe ohne erkennbare Befestigung weg rutscht, die Plattform unter dem Gewicht einbricht oder vielleicht die Konstruktion schon beim Verladen versinkt? So wie Siggi und ich, diskutieren auch die Einheimischen. Denn mittlerweile hat sich das ganze Dorf versammelt und es herrscht Volksfest-Stimmung. Jetzt ist die Zeit reif, um die Preisverhandlung zu starten. Traditionell können Preisverhandlungen sehr langwierig sein, wobei man die geforderte Summe auf 14 runter drückt und nach zwei weiteren Geboten sich auf die Hälfte oder 34 der Summe einigt. Wir erzielen nach angemessener Zeit unser Limit von 60 US Dollar. Siggi und ich sehen uns in die Augen: Das ist für uns das Zeichen der Zustimmung. Also, Hand drauf und los gehts. Ich lotse den Fahrer auf die schmale Rampe; bestehend aus jeweils vier zusammen geschnürten Bohnenstangen. breit genug für je einen Reifen. Als das Auto ausgerichtet, mit den Vorderrädern auf den Rampen steht, schalten wir Allrad und die Untersetzung ein, um dann mit Schwung von der Seite direkt hinter den Mast zu fahren, Als die Vorderreifen auf das zweite Boot rollen, krachen die Bohnenstangen wie erwartet ein. Die Vorderreifen im Hohlraum des Bootes zu wissen, versetzt mich doch in Panik. Wir stabilisieren die Stangen an dieser Stelle mit einem Brett. Bei der FlussüberquerungAndernfalls würden wir nicht mehr von dem Boot herunterkommen. Wir schwimmen! Rund 20 Lokels', unser G und wir befinden sich auf der Konstruktion. Durch vier Stangen und zwei Paddeln werden wir angetrieben. Eine Mordsgaudi, auch wenn das Auto relativ schräg, die Boote tief im Wasser liegen und zwei Personen das Wasser aus dem Rumpf schöpfen. Immer wieder wird uns versichert, dass dieser Zustand uns nicht zu beunruhigen braucht. Wir erreichen die andere Seite des Ruvuma River, der die Grenze zwischen Tansania und Mosambik bildet. Wir haben hier nur das sandige, flache Ufer zum Entladen. Als wir wieder festen Boden unter unseren Reifen haben, sind alle am Jubeln, Schreien und Umherspringen mit hoch gerissenen Armen. Wir haben es geschafft! Die Ersten, die mit einem Fahrzeug über diesen Grenzfluß gekommen sind. Die Freude ist groß. Da es keine Straße bis zur Immigration gibt, führen uns die Einheimischen, die vor dem Wagen, auf ihren Fußpfade vorauslaufen; durch Zuckerrohrfelder, Bananenplantagen, kleinen Dörfern, quer Feld ein. Nach 30 Minuten an der migration sind dann auch die Probleme, aufgrund der nicht vorhandenen Stempel für einreisende Fahrzeuge, gelöst. Endlich können wir wieder unseres Weges ziehen. Die Piste bis Mocimboa da Praia ist wunderschön. Man fährt durch dichte Urwälder mit riesigen versumpften Lichtungen und durch einspurige, oben zugewachsene Pfade, die wie ein grüner Tunnel aussehen.

Donnerstag, 20. Januar 2000 1 Mocimboa da Praia

In Mocimboa da Praia essen wir zum Frühstück einen Teller Sampis für ca. 2 DM. Wir erfahren von einem deutsch sprechenden Einheimischen, dass die Straße nach Pemba schlecht ist. Wenn ein Einheimischer von einer schlechten Piste spricht, sollte man sich auf Einiges gefasst machen. Seine Informationen bestätigen sich; so erreichen wir Pemba heute nicht mehr.

Freitag, 21. Januar 2000 1 Pemba

Gegen Mittag erreichen wir Pemba. Obwohl die Spuren des vergangenen Krieges zu sehen sind, ist alles, was man zum Leben braucht, zu haben. Das ist in Nordmosambik nicht immer so. Im ,Pemba Take away" schlürfen wir eine Cola. Der Besitzer soll ein Deutscher sein, lässt sich aber nicht blicken. Wir bekommen ein paar Tipps von einer dort lebenden Südafrikanerin. Wir erfahren von dem einzigen Campingplatz in Pemba und machen uns auf den Weg dorthin. Der Weg führt entlang der Küste, vorbei am kleinen Nautilus Hotel bis zum Campingplatz. Die Farben machen mich ganz jeck: Türkisblaues Meer, weißer Sand, grüne Kokospalmen, wolkenloser Himmel. Wir finden ein kleines Plätzchen im Schatten eines Cashwabaums und gehen erst mal Baden am schönsten Strand, den ich je gesehen habe. Doch eine Abkühlung ist es nicht. Die Wassertemperatur entspricht eher der Körpertemperatur. Und die Nacht bietet auch keine Abkühlung. Nur die Morgenstunden kann man bei 29" C genießen. Nach einigen Tagen verlassen wir Pemba und das ,,Caba Del Gado Distrikt" und fahren die 106" Richtung Nimialo, biegen dann ab nach Nambula, ins Landesinnere Richtung Malawi.


Preise für das südliche Afrika

Individuelle ca. 3 wöchige 4x4 Safari - Trips mit max. 3 Personen im Mercedes 4x4 Camper. Komplett ausgerüstet mit Dachzelt.

Gemütlich beim Frühstück

Alle Reisekosten wie Übernachtungen, Verpflegung, Eintritte und Treibstoff werden geteilt , zuzügl.  20  Euro pro Person und Tag Fahrzeugpauschale.


Kontakt

E-Mail: siggitours@hotmail.com

Tel:  +49-(0)179-5936020

oder +27-(0)82-6454891

 

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